Winterpause

Bis zum 5. April 2020 ist im Kloster Cismar Winterpause. In dieser Zeit kann nur die Außenanlage besichtigt werden. Zudem gibt es zu bestimmten Zeiten Führungen durch die mittelalterliche Abtei.

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Zum Fressen gern

05.04. - 18.10.2020

„Zum Fressen gern“ heißt die Sommerausstellung in Kloster Cismar. Die Berliner Fotografen und Gestalter Sebastian Köpcke und Volker Weinhold entwickeln seit mehr als zwei Jahrzehnten kulturhistorische Ausstellungen und versuchen mit ihrer Arbeit eine eigene Sicht der Dinge zu vermitteln. Werden den Besuchern kostbarste Preziosen hinter sicherem Glas im besten Licht präsentiert, gibt es für die beiden Sammlungsfotografen in den Depots weithin unbekannte Welten zu entdecken.

Vom Kloster Admont in der Steiermark (wie Cismar eine Benediktinerabtei) wurden die Berliner eingeladen, zum Motto „Zum Fressen gern" eine eigene künstlerische Intervention zu liefern. Vor Ort im Naturhistorischen Museum hatten sie die Möglichkeit, historische Präparate mit Objekten des Kulturhistorischen Museums und kostbaren Büchern der weltgrößten Stiftbibliothek in freier Interpretation zu kunstvollen Stillleben zu vereinen.

Der admontinische Fotozyklus mag zuweilen an Jagd- und Küchenstillleben der Renaissance erinnern, an die hintersinnigen Porträts von Arcimboldo, wie an die stilprägenden Musikplakate von Günther Kieser. Damit gelingt Köpcke und Weinhold der Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Gegenwart in Admont bestimmen zudem die Küchenfrauen. Ihr festes Regime bestimmt den Lebensrhythmus im Kloster, die geregelten Mahlzeiten geben dem Tag Struktur. In der Ausstellung werden sie deshalb als lebendige Persönlichkeiten sichtbar.

Im Jahr 2016 wurde „Zum Fressen gern" erstmals in großformatigen Fotografien als Jahresausstellung im Benediktinerstift Admont gezeigt. In diesen Bildern von Sebastian Köpcke und Volker Weinhold findet sich der Genius Loci wieder, der sich aus der wohltuenden Abgeschiedenheit einer ehrfurchtgebietenden Landschaft, dem strengen Regelwerk des Tages, der kultivierten Würde der admontinischen Mönche und im Besonderen aus der verlässlichen Kochkunst der liebenswürdigen Küchenfrauen speist.

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